Rohrmühle

Rohrmühlen kommen zur Nassmahlung von Eisenerz, Gold-/Kupfererz, Nickelerz und anderen Erzen sowie Kalk/Kalkstein für Rauchgas-Entschwefelungsanlagen, Kohle und anderen Rohstoffen zum Einsatz.

 

Nass-Rohrmühlen operieren abhängig von der erforderlichen Produktqualität im offenen oder geschlossenen Kreislauf. Durch den Betrieb im geschlossenen Kreislauf lässt sich eine enge Kornverteilung des Produktes realisieren; der Betrieb im offenen Kreislauf erschließt gröbere Produkte, flachere Kornverteilungen und ggf. Spritzkornanteile.

 

Nass-Rohrmühlen sind üblicherweise als Überlaufmühlen ausgeführt - in Sonderfällen auch als Mühlen mit Endaustragswänden oder als Zweikammer-Mühlen. Sie werden mit Mahlkörperfüllungen (Kugeln, Stäbe) zwischen 30 % und 40 % befüllt.

 

Die Nassmühlen sind mit Gummipanzerungen ausgerüstet. Bei Rohrmühlen, die als Primärmühlen betrieben werden, kommen auch Stahlpanzerungen zum Einsatz, wenn die chemikalischen Eigenschaften der Trübe dies zulassen.

Rohrmühle

Rohrmühlen werden üblicherweise mit einem L/D-Verhältnis von ca. 1,3 bis 2 konzipiert. Je nach Härte des Aufgabematerials liegen die typischen maximalen Aufgabestückgrößen zwischen 5 bis 10 mm, in Sonderfällen bis 20 mm. Die Feinheiten liegen je nach Einsatz im geschlossenen Kreislauf bei 20 µm bis 250 µm, im offenen Kreislauf bei 100 µm bis 500 µm.

 

Als Primärmühlen werden auch Stabmühlen eingesetzt, die im offenen Kreislauf ein steiles Kornband des Mahlguts erzeugen.


Mehr Infos:
Prospekt:PDF (596 K)